Beyond the Roots

Die Suche nach den Wurzeln der Musik ist auch die Suche nach der menschlichen Identität. Musik hat die Fähigkeit, Grenzen zu überwinden, Menschen zusammen zu bringen und als verbindende Kraft einem positiven, sozialen Wandel zu dienen. Über Kontinente und Kulturen hinweg offenbaren sich Gemeinsamkeiten als etwas, was Musik zum „Spiegel des Utopischen“ (Ernst Bloch) macht. Jenseits der Wurzeln, „Beyond the Roots“: Der Name des Kollektivs ist Programm. Fünf Musiker*innen verbinden Weltmusik und Kammermusik durch die Kraft der Improvisation. Dabei weisen ihre musikalischen Wurzeln weit über den eurasischen Raum hinaus, auch afrikanisches sowie nord- und südamerikanisches Spiel sind Teile ihrer musikalischen Sozialisation. Die Instrumente sind „exotisch“: Djoze, Sitar, Santur, Violine und Klarinette. Durch sie entsteht ein poly-ästhetischer Stil mit Einflüssen aus indischer, orientalischer und westlicher Musik, Eigenkompositionen und virtuos improvisierten Teilen. Vieles klingt verführerisch fremd und ist zugleich doch vertraut als Ausdruck einer faszinierenden, sehr persönlichen Klangsprache.

Hindol Deb – Sitar
Kioomars Musayyebi – Santur
Bassem Hawar – Djoze
Annette Maye – Klarinette
Albrecht Maurer – Violine
Reza Samani – Percussion

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Jin Jim

Wer erinnert sich? Vor 50 Jahren gründeten der Flötist Thijs van Leer und der Gitarrist Jan Akkerman die niederländische Prog- und Art-Rock-Band Focus. Ihr poppig-barockes Instrumentalstück „House of the King“ wurde damals zum Hit, und wohl nicht von ungefähr taucht es auf dem fulminanten Erfolgsalbum „Weiße Schatten“ von Jin Jim auf: als respektvolle Hommage, vor allem aber als selbstbewusstes Statement der eigenen Kreativität. Als „rhythmisch hochkomplex, dafür harmonisch zugänglich, mit Einflüssen von Flamenco über indische Musik bis zum Pop“, beschreibt Bassist Trawinski, der die meisten Stücke komponiert, die Generallinie von Jin Jim. Lateinamerikanische Musik, Klassik, HipHop und Avantgarde verweben sich zu einer ganz und gar gegenwärtigen Fusion-Musik, bei der man fast nicht von „Jazz“ reden mag – doch wenn dieser Begriff für intensive, improvisatorisch spontane Interaktion steht, dann ist Jin Jim „Jazz pur“. Der in Lima geborene Flötist Daniel Manrique-Smith prägt Jin Jim mit seiner herausragenden Spielweise, seine Begegnung mit der Klarinettistin Annette Maye verspricht eine wahre Sternstunde.

Daniel Manrique-Smith – Flöte
Johann May – Gitarre
Ben Tai Trawinski – Bass
Nico Stallmann – Schlagzeug

Special Guest:
Annette Maye – Klarinette

Freitag, 02.10.2020 Jazzschmiede Düsseldorf

Festivalticket 25,00 € (Beyond the Roots / Jin Jim)

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