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Multiphonics New Music Series: A light reed

27. – 29.09., Kunst-Station St. Peter, Köln

Schon 2017 beeindruckte die spanische Videokünstlerin Alba G. Corral auf dem Multiphonics Festival mit ihrer organischen Synthese generativer Systeme mit improvisierten Zeichentechniken, die faszinierende digitale Landschaften entstehen lässt.

Sie ist bildende Künstlerin und kreative Programmiererin. Corral hat einen Background in Computertechnik und hat in den letzten zehn Jahren generative Kunst mit Software und Codierung geschaffen. Ihre Praxis umfasst Live-Performance, Video, digitale Medien und Installationen, erforscht abstrakte Erzählungen und drückt Sensibilität und Geschmack für Farbe aus. Corral ist bekannt für ihre atemberaubenden audiovisuellen Live-Performances, bei denen sie Echtzeit-Codierung und -Zeichnen in Zusammenarbeit mit Musikern integriert.

Im Zuge der freundlichen Unterstützung des Musikfonds richtet das Multiphonics Festival einen dreitägigen Schwerpunkt in der Kunststation St. Peter ein, der jeweils ein anderes herausragendes Ensemble der zeitgenössischen Musik in einer audiovisuellen Live-Performance mit Corrals Medienkunst präsentiert. Ziel des Schwerpunktes ist zum einen die Darstellung der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Klarinettenfamilie im Kontext der zeitgenössischen Musik, zum anderen die in diesem Ausmaß erstmalig vom Multiphonics Festival umgesetzte Kombination mit Videokunst.

Unterstützt durch:

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Duo Stump-Linshalm

Montag, 27.09., 20:00 Uhr – Tickets

Das Spiel des Duos Stump-Linshalm entfaltet all die vielfältigen, mitunter in der Tiefe kaum ganz erfassbaren Klänge ihrer Klarinetten, Bassklarinetten und Kontrabassklarinetten, die das Publikum immer wieder in unvorhersehbare akustische Situationen manövrieren. Mutig und neugierig, technisch virtuos und auf allerhöchstem Niveau durchschreiten sie das weite Feld ihrer klangsprachlichen Möglichkeiten. „Sie entlocken ihren Instrumenten die ungewöhnlichsten Klänge. Das Spektrum reicht dabei von sphärischen Arabesken bis zu zornigem Gekreische.“ (Ursula Strubinsky, Ö I) Immer wieder vertrauen ihnen zeitgenössische Komponist*innen die Interpretation ihrer Werke an, wohl wissend, dass sie bei Petra Stump-Linshalm und Heinz-Peter Linshalm in den besten Händen sind. Das Duo präsentiert an diesem besonderen Abend das Werk 1+1=1, welches der vielfach ausgezeichnete Komponist Pierluigi Billone 2006 für Stump-Linshalm komponierte. “Ein Tropfen plus ein Tropfen ergibt einen größeren Tropfen, nicht zwei!” So erklärt der “Spinner” Domenico in Andrej Tarkovskijs Film “Nostalghia” die Aufschrift 1+1=1 an seiner Hauswand, während er zwei Tropfen Öl in seine Hand gießt. Mit dem Titel „1+1=1“ weist Billone, Andrej Tarkovskijs „Nostalghia“ erinnernd, auf ein tieferes Verständnis von „Einheit“ hin: Wie zwei Regentropfen verschmelzen auch die vielfältigst ausgeloteten Möglichkeiten 2er Bassklarinetten zu einem Gesamtklang Seit langem konzipierte das Duo Stu,p-Linshalm dieses einzigartige Projekt mit Pierluigi Billone: die Aufführung eines abendfüllenden Werkes für zwei Bassklarinetten! Durch jahrelange intensive Beschäftigung ist Billone ein Meister im Umgang mit der Bassklarinette geworden. Sein musikalisch-poetisches Anliegen ist stets originell und offen, spannungsvolle Intensität eröffnet grosse Zeiträume.

Petra Stump-Linshalm – Klarinetten
Heinz-Peter Linshalm – Klarinetten

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Trio Catch

Dienstag, 28.09., 20:00 Uhr – Tickets

„Catch”, das heißt fangen oder auch einfangen, gelegentlich auch jemanden erwischen, und tatsächlich: Das Trio Catch fängt einen ein, es erwischt einen, womöglich sogar auf dem falschen Fuß, wenn Klänge und Töne, Geräusche und perkussive Elemente ihr dynamisches Spiel oft an den Grenzen von Klarinette, Violoncello und (präpariertem) Klavier treiben. Boglárka Pecze, Eva Boesch und Sun-Young Nam sind eindrucksvolle Protagonistinnen für Neue Musik, und wer sich auf sie und ihre Musik einlässt, der wird reich belohnt. Alles bewegt sich, pulsiert, ist im Fluss, der aber auch schon mal abrupt stocken kann, bevor sich die Klänge erneut „bewegen“, sich neu ordnen und zum virtuosen Ensembleklang zusammenfinden. „Bei uns gibt es nicht so eine Distanz zwischen Musikern und Publikum“, hat Sun-Young Nam einmal erklärt. „Wir sitzen sehr nah bei den Leuten und reden mit ihnen. So wird Neue Musik etwas ganz Natürliches und nicht so fern und fremd vom alltäglichen Erleben.“

Boglárka Pecze – Klarinette
Eva Boesch – Violoncello
Sun-Young Nam – Klavier

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Essence of North

Mittwoch, 29.09., 20:00 Uhr – Tickets

Die Essenz des Nordens: Die isländische Geigerin Gerður Gunnarsdóttir und der Schweizer Klarinettist und Komponist Claudio Puntin erschaffen poetische Miniaturen von purer Schönheit und verführerischer Raffinesse. Inspiriert sowohl von der Stille als auch den Naturgewalten der isländischen Vulkaninsel, wirken sie der Hektik der Alltagswelt entgegen, erschaffen weite, kreatürliche und feinstoffliche Klangräume, in denen man staunend flaniert, sich geborgen und mit offenem Herzen aufgenommen fühlt. „Es gibt eine ganz starke, sehr schöne Chortradition in Island, aus der auch ich komme“, sagt Gerður Gunnarsdóttir. „Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes aus unseren Stein-, Torf- und Grashäusern herausgekommen sind. Aber dadurch sind wir vielleicht ein bisschen freier im Kopf, denn Tradition kann auch fesseln. Wir fühlen uns nicht gebunden. Alle können musikalisch machen, was sie wollen und tun das auch.“

Gerður Gunnarsdóttir – Violine, Gesang
Claudio Puntin – Klarinetten, Metallophon

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